Zum Abschied: Brief an meine Mutter

Liebes Mami Eine Woche ist nun bereits vergangen, seit du für immer eingeschlafen bist. Dein Tod kam nicht überraschend und irgendwie doch. Ich bin sehr, sehr traurig, dass du nicht mehr da bist, und gleichzeitig empfinde ich eine Ruhe und Gelassenheit, die ich seit fünf Jahren so nicht mehr gespürt habe. Der Tod hat seinen […]

Weiterlesen

Psychisch krank: nothing to worry about?

Hätte ich das Leben und den Alltag meiner psychisch kranken Mutter in Bildern festhalten, wäre dies ziemlich verstörend. Mir reichen die Bilder in meiner Erinnerung völlig. Es gibt aber Menschen, die machen genau das. Melissa Spitz, Fotografin, 27 Jahre alt, ist eine davon. Auf der Website und dem Instagram Account „nothing_to_worry_about“ von Melissa findet man Bilder ihrer […]

Weiterlesen

Am Lebensende: Brief an meine Mutter

Liebes Mami Dies ist der zweite Brief, den ich dir in dieser besonderen Form schreibe. Es sind von mir verfasste Zeilen, die dich jedoch nicht erreichen werden, da ich sie weder abschicke, noch vorlesen werde. Sie sind mehr wie ein Tagebuch, das mir hilft, meine Gedanken zu sortieren und meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Es verringert […]

Weiterlesen

Meine Mutter, ich und die Frage der Schuld

Ich neige dazu, in allem Negativen, das mir im Leben widerfahren ist oder noch widerfahren wird, das Gute zu suchen. Oder, falls dies einmal nicht gelingt, zumindest nach dem Sinn dahinter. Ob man’s glaubt oder nicht – eines von Beidem hat bislang immer funktioniert. Dieses Umdeuten ist eine hilfreiche Technik, um den Blick auf ein Ereignis in eine […]

Weiterlesen

Wunder geschehn oder ein Silberstreif am Horizont

Ob ich an Wunder glaube? Ja, das tue ich definitiv. Auch wenn es in diesem Fall wohl mehr ein Wunder der Medizin respektive der Psychopharmaka ist. Aber egal, völlig egal… Sie liegt auf ihrem Bett und weint. Alt, zerbrechlich, einsam. Sie hat Tränen in den Augen. Sie wolle sterben, sagt sie. Es gehe ihr so […]

Weiterlesen

Meine Mutter, die Psychiatrie und ich (Teil 2)

Ich sitze am Bett meiner Mutter und halte ihre Hand in meiner. Eine seltsame Situation an einem seltsamen Ort. Ich fühle mich irgendwie hilflos und überfordert. Kein schönes Gefühl. Wir haben uns nichts zu erzählen. Doch plötzlich flüstert sie mir zu, dass die Frau im Nachbarbett „im Fall nicht normal sei“. Ich muss schmunzeln. Und […]

Weiterlesen

Tatort „Hundstage“ oder Trauma – eine tickende Zeitbombe

Sonntagabend. 20:15 Uhr. Fernsehzeit. Tatortzeit. Auf dem Programm „Hundstage“  mit Kommissar Peter Faber und Kommissarin Martina Bönisch. Spätestens seit letztem Sonntag wissen die Zuschauer: Wenn man ein Trauma nicht aufarbeitet, hat das weitreichende Konsequenzen…nicht nur für sich selber, sondern auch für das gesamte Umfeld. In diesem Tatort wird ein Problem aufgezeigt, dass leider sehr vielen […]

Weiterlesen

Gute Nacht, Elisabeth oder mein Weg der Versöhnung mit meiner Mutter

Im Mai 2014 habe ich meiner Mutter einen Brief geschrieben. Einen Brief, den ich ihr nie gegeben habe. Denn der Brief war für mich. Er gehörte mit zum Prozess, meine belastende Kindheit zu verarbeiten. Mich mit meiner psychisch kranken Mutter zu versöhnen. Das zumindest habe ich damals geglaubt. Ich befand mich zwar auf dem Weg, […]

Weiterlesen

Vom Leben und Leiden meiner Mutter

Meine Mutter wurde am 27. Mai 1939 im kleinen Örtchen namens Fischenthal im Zürcher Oberland als uneheliches Kind geboren. Die Mutter meiner Mutter, meine Grossmutter, hatte in dem kleinen Dorf keinen guten Ruf. Sie war ein sogenanntes „Beeri“, ein leichtes Mädchen, hiess es. Gehe mit jedem daher gelaufenen „Halodri“ ins Bett. Ein uneheliches Kind in […]

Weiterlesen

Die Rabenmutter in mir…

Schon am frühen Morgen lagen meine Nerven für einen kurzen Augenblick blank. Zum gefühlt hundertsten Mal führte ich mit meinem Jüngsten eine Diskussion darüber, dass es leider noch nicht ganz Frühling sei und er darum noch nicht im kurzärmligen T-Shirt zur Schule gehen könne. Punkt und Ende. Denkste! Das Ganze schaukelte sich hoch, bis ich […]

Weiterlesen