Brangelina – es ist nicht alles Gold, was glänzt

Die Tratsch- und Klatschmedien werden im Moment von einem Thema dominiert – die Rede ist von Brangelina. Die Welt ist schockiert und erstaunt, dass die Beiden sich getrennt haben. Mich hingegen überrascht das nicht wirklich.

Brad und Angelina – das Traumpaar. Klar, sie sehen unheimlich gut aus. Sie sind sexy, attraktiv und erfolgreich. Jeder für sich und zusammen sowieso. Glamour im Doppelpack. Ein schönes Paar, zumindest optisch. Immer lächelnd, immer strahlend. Doch auch in Hollywood ist leider nicht alles Gold, was glänzt.

Für mich grenzt es schon beinahe an ein Wunder, dass die Beiden überhaupt solange zusammen waren. Überall ist zu lesen, wie schwer es ist, Familie und Job unter einen Hut zu bringen. Eine Gratwanderung. Schwierig, ja gar unmöglich.

Stellt euch mal den Stress vor, den Brad und Angelina hatten. Nur schon die sechs Kinder. Sechs! Das ist wahrlich eine Herausforderung, selbst mit Nannys und Privatlehrern, die einem dabei unterstützen. Sechs Kinder sind viel Lärm, viel Chaos und Organisation ohne Ende.

Es ist allgemein bekannt, dass Kinder für eine Partnerschaft eine Herausforderung sind. Warum sollte das bei einem Hollywood-Paar anders sein? Auch wenn es für viele nicht den Anschein erweckt, ticken die emotional nicht anders als wir Normalsterblichen auch. Und die Tatsache, dass drei Kinder adoptiert und drei ihre leiblichen Kinder sind, führte mit der allergrössten Wahrscheinlichkeit auch zu gewissen Konflikten.

Beide sind 100% berufstätig. Sogar mehr. Sie sind Hollywoodstars, die ganze Welt kennt und bewundert sie. Angelina ist zudem Botschafterin fürs UNO Flüchtlingswerk. Beide sind von Berufs wegen ständig unterwegs. Ein Filmdreh hier, eine Gala da, eine Wohltätigkeitsveranstaltung, eine Preisverleihung, und so weiter und so fort.

Und das Ganze im Fokus der Öffentlichkeit. Kaum verlässt man das Haus, muss man damit rechnen, fotografiert und von Journalisten bedrängt zu werden. Und immer muss es Scheinen und Glänzen. Hollywood halt.

Das alles muss doch verdammt anstrengend sein.

Wo bleibt da die für jede Beziehung notwendige Zeit für Zweisamkeit? Zeit für Rückzug und einfach mal sich selbst sein?

Brad und Angelina sind in meinen Augen nichts anderes als ein Paar, das Stress ohne Ende hatte und sich dabei aus den Augen verloren hat. Das finde auch ich sehr schade, aber verwundern tut’s mich nicht.

Bleibt nur zu hoffen, dass in dem neuen Kapitel, welches mit der Scheidung aufgeschlagen wurde, der Fokus weiterhin dem Wohl der Kinder gilt und diese an erster Stelle stehen. Zumindest, wenn man den Medien glauben kann, sind sich die Beiden in diesem Punkt einig.

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Beziehungen – wo beginnt Veränderung?

Er soll sich mehr einbringen. Er soll mehr Gefühle zeigen. Er soll mehr Verständnis zeigen. Er soll weniger trinken. Er soll, er soll, er soll. Sätze, die sich selbstverständlich auch in der sie-Variante schreiben lassen.

Solche Erwartungen gehen oft einher mit Vorwürfen, Nörgeleien, Drohungen und Ultimaten:

  • Wenn du nichts änderst, dann…
  • Wenn das wieder vorkommt, dann…
  • Wenn du mich wirklich liebst, dann

Es gibt viele Menschen, die in ihrer Beziehung unzufrieden sind. Aber anstatt sich selber zu verändern, warten sie darauf, dass der andere sich verändert.

Und manchmal klappt das sogar mit den Drohungen. Doch oft ist nach wenigen Wochen wieder alles beim Alten, und alles bleibt, wie es war.

Solche und ähnliche Vorwürfe führen beim Anderen wiederum dazu, dass er oder sie sich wieder den zufriedenen, verständnisvollen und glücklichen Partner zurück wünscht. Es beginnt ein Teufelskreis aus enttäuschten Erwartungen, Kränkungen und destruktiven Mechanismen.

Für all diejenigen, die sich im oben beschriebenen Verhaltensmuster erkennen, gibt es leider schlechte Nachrichten:

Eure einseitigen Veränderungsversuche, die hauptsächlich an den Partner gerichtet sind, werden nicht fruchten. Denn jede Veränderung muss bei einem selbst einsetzten.

Einerseits klingt das simpel, andererseits ist das in der Praxis nicht immer leicht umzusetzen, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Diese Hoffnung ist, solange die Liebe noch lebt, sogar berechtigt. Gemeinsame Gespräch, miteinander reden und sich gegenseitig Zuhören. Paare entwickeln sich oft auseinander, weil der gegenseitige Austausch nicht mehr stattfindet. Aus einer harmonischen Paarbeziehung wurde im Laufe der Zeit ein starres System, bei welchem sich die Fronten zusehends verhärten, bis eine Annäherung schier unmöglich scheint.

Veränderung hat immer einen Preis. Doch wer nichts verändert, lebt eine Beziehung auf Raten – bis es eines Tages zu spät ist und die Liebe in Trümmern liegt.

 

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Tatort Elternabend oder der ganz normale Wahnsinn

Die grösste Herausforderung für mich als Mutter ist es, allen meinen drei Kindern, unter Berücksichtigung ihrer Charaktereigenschaften, ihren Stärken und Schwächen, gerecht zu werden. Das fällt mir manchmal leicht und dann gibt es Momente, wo das ganz schön schwierig und anstrengend ist.

Tatort Elternabend. Ich sitze im Schulzimmer meines mittleren Sohnes. Bin eher etwas unmotiviert, schliesslich ist es schon der Dritte (und für dieses Jahr auch der letzte) Elternabend in Folge.

Elternabende sind für mich ein notwendiges Übel und es gilt die Devise, diese, möglichst unbeschadet und vor allem rasch, hinter sich zu bringen. Und zu hoffen, dass nicht allzu viele Fragen seitens der Eltern gestellt werden, die das Ganze unnötig in die Länge ziehen.

„Routine“, denke ich. Mit drei Kindern habe ich schliesslich schon so meine Erfahrungen. Aber siehe da – alles kommt anders. Es ist ein Elternabend, den ich so rasch nicht vergessen werde. Tatort Elternabend oder der ganz normale Wahnsinn weiterlesen

Kompromissbereitschaft für Anfänger

Laut Wikipedia wurde der Kompromiss früher als eine Sache für Unentschlossene, Schwächlinge oder Unklare bezeichnet. Es hiess, wer Kompromisse einginge, zeige Charakterschwäche anstelle von Härte oder Durchsetzungsmacht. Früher war früher, und das ist gut so.

Heute gilt der Kompromiss als praktikable Lösung, wenn sich zwei streitende Parteien nicht einigen können. Bei einem guten und somit vernünftigen Kompromiss gibt es keine Gewinner und keine Verlierer. Ein Kompromiss ist der goldene Mittelweg mit dem Ziel, die gefundene Einigung als gemeinsames Ergebnis darzustellen.

Erwachsene können viel von Kindern lernen. Das ist den meisten bekannt und in der Tat mehr als bloss eine Floskel. Meistens bezieht sich dieses Lernen auf Eigenschaften wie Ausgelassenheit, Leidenschaft, Begeisterung Neugier und Ehrlichkeit oder auf das Leben im Hier und Jetzt.

Und neuerdings, wie das folgende Beispiel zeigt – auf Kompromissbereitschaft.

Kompromissbereitschaft ist nicht zwingend ein Begriff, den ich in Zusammenhang mit Kindern und ihrem spezifischen Eigenschaften in Verbindung gebracht habe. Bis jetzt. Kompromissbereitschaft für Anfänger weiterlesen

Vergleichen – Spieglein, Spieglein an der Wand

Viele Frauen sind im Stress. Im Stress mit ihrem Aussehen. Bin ich zu dick? Bin ich zu dünn? Bin ich so attraktiv und hübsch wie meine Freundin? Dieses ständige Vergleichen ist anstrengend und kann auf Dauer extrem frustrierend sein. Vor allem dann, wenn man im Vergleich mit den anderen schlechter abschneidet. Kein Wunder also, dass die böse Stiefmutter von Schneewittchen derart ausgerastet ist.

Frauen vergleichen sich. Das beginnt schon sehr früh. Bereits 8-jährige Kinder vergleichen sich mit anderen. Und zu vergleichen, gibt es genug – Freunde, Kollegen, Sportler, Models, Popstars oder Youtuber.

Männer vergleichen sich auch mit anderen. Aber anders. Das hat eine Studie an der Australian Catholic University gezeigt. Dazu wurden acht- bis zehnjährige Mädchen und Jungen allein und in der Gruppe befragt. Vergleichen – Spieglein, Spieglein an der Wand weiterlesen

Der Ernst des Lebens

Auf Facebook wird Tag für Tag allerlei Wichtiges und Unwichtiges gepostet. Es gibt Ereignisse, die werden in immer wieder ähnlicher Form gepostet – Jahr für Jahr. Ferienbilder, Bilder vom ersten Schnee oder vom Weihnachtsbaum. Bilder von Geburtstagskindern und Geburtstagskuchen. Und Bilder von Kindern, die in den Kindergarten oder in die 1. Klasse kommen.

 Mit stolzgeschwellter Brust präsentieren sie sich mit ihrer Kindergartentaschen oder ihrem Schulranzen: „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens“ ist ein Spruch, der für diese Fotos oft und gern verwendet wird. Sogar meistens.

Tatsache ist: Für die Kinder beginnt ein neuer und wichtiger Abschnitt in ihrem Leben. Und ja, es wird sich einiges verändern. Doch ist dies tatsächlich der Anfang vom Ernst des Lebens?

Ich erinnere mich noch gut daran, als meine Tochter in den Kindergarten kam. Acht Jahre ist es her. Ich dachte damals auch, dass dies für meine Tochter nun der Beginn vom Ernst des Lebens sei.

Das kommt einem situativ so vor und ist durchaus verständlich. Aber ich habe mich geirrt. Der Ernst des Lebens weiterlesen

Wie du dich in 60 Sekunden glücklich lachst oder die Grinsekatze lässt grüssen

Bist du betrübt oder traurig? Liegen deine Nerven blank? Hat dich jemand kritisiert oder beschimpft, und du spürst einen fetten Klumpen Wut oder Aggression im Bauch? Oder hast du Stress ohne Ende?

Das sind Gefühle, die situativ gerechtfertigt sein mögen. Im Leben werden wir immer wieder mit ihnen konfrontiert. Nur bringen sie uns oft nicht weiter. Wir treten auf der Stelle und kommen keinen Schritt vorwärts. Ein Albtraum, der Wirklichkeit geworden ist. In einem solchen Moment sind wir gefangen – wie in einem langen, schwarzen Tunnel – kein Ende in Sicht.

Doch was tun, wenn man nicht im Tunnel verweilen möchte? Dort ist es nämlich kalt, feucht und unheimlich dunkel. Unser Gehirn in diesen Situationen des Lebens wie lahmgelegt. Aber um Probleme zu lösen oder Dinge zu verarbeiten, sind wir unweigerlich auf unser Gehirn angewiesen.

Worauf ich hinaus will, liegt auf der Hand. Dieser Tunnel ist kein guter Ort, in dem man sich zu lange aufhalten sollte. Man muss also loslaufen, Richtung Tunnelende. Und zwar mit einem Lachen im Gesicht. Lachen wird nicht einfach grundlos als die beste Medizin bezeichnet.

„Wenn es uns nicht gut geht, fällt es uns schwer, zu lachen. Dieses Prinzip funktioniert aber auch in die umgekehrte Richtung.“

Wenn wir lachen, ist es schwer, unglücklich, traurig oder wütend zu sein. Und das ist schlicht und einfach genial.

Am einfachsten gelingt das ganze „Tunnelunterfangen“, wenn uns jemand zum Lachen bringt. Im Moment des Lachens spürt man keine Angst mehr, das Gefühl von Trauer oder Stress rückt für einen Augenblick in den Hintergrund und gibt den Platz frei positive Gefühle. Und genau diesen Moment kann man nutzen, um dem Licht am Ende des Tunnels wieder ein Stückchen näher zu kommen.

Lachen ist kein Allheilmittel oder eine Zaubermittel, welche alles Negative verschwinden lassen. Aber es hilft, dass der Weg zum Ende des Tunnels weniger steinig und holprig ist. Und es befähigt uns, wieder zu denken und unser Gehirn zu gebrauchen und uns nicht nur von negativen Gefühlen leiten zu lassen.

Grinse mindestens 60 Sekunden was das Zeug hält

Falls dich gerade niemand zum Lachen bringt, dann ist das kein Weltuntergang. Dann lache einfach selbst. Klingt irre? Ist es aber nicht, obwohl es ziemlich bescheuert aussieht, wie ich finde. Ein bisschen so wie die Grinsekatze aus Alice im Wunderland. Es ist daher empfehlenswert, diese Übung im geschützten Rahmen zu machen, ohne unerwünschte Zuschauer, die sich sonst allerlei Fragen stellen könnten, was mit einem gerade los ist.

Es ist ganz einfach. Du musst dafür lediglich deine Mundwinkel nach oben ziehen. Nicht nur leicht anheben, sondern richtig nach oben ziehen unter Einbezug der Muskeln, die auch beim natürlichen Lachen aktiviert werden. Und das Ganze für mindestens eine Minute, denn sonst verspürt man keinen positiven Effekt. Beim natürlichen Lachen hingegen reichen auch nur wenige Sekunden.

So komplex unser Gehirn auch ist, so einfach kann man es mit diesem Trick überlisten.

Hast du das schon ausprobiert? Oder klingt es für dich eher unglaubwürdig? Ich freue mich, von euch zu lesen.