Von Tinder oder der Ironie des Schickals

Anfangs 2019 habe ich über das vorherige Jahr geschrieben und dieses als „Arschlochjahr“ betitelt. Damals wusste ich, wussten wir alle noch nicht, was uns im Jahr 2020 erwarten wird. Jetzt im März 2021 leuchtet immerhin ein Licht am Ende des Coronavirustunnels. Geduld, Ausdauer und Disziplin werden jedoch weiterhin gefragt sein.

Und so sass ich da gestern spätabends auf dem Sofa und habe ein bisschen die letzten zwei Jahre meines Lebens Revue passieren lassen. So vieles hat sich verändert und das in so kurzer Zeit. Wenn ich in meinen alten Texte stöbere, kann ich es manchmal kaum glauben, was mich damals angetrieben hat. Zwei Jahre sind erst ins Land gezogen und doch scheint das Ganze eine gefühlte Ewigkeit her. Heute sind es andere Themen, die mich beschäftigen… Mhh, vermutlich sind es die gleichen, aber ich habe dazu einen anderen Zugang, einen neuen Blickwinkel.

Eines aber ist über all die Zeit geblieben – hat mich beflügelt, mich ins Tal des Kummers katapultiert und manchmal sogar schier nicht endend wollende Lachanfälle beschert – ich spreche von der Liebe. Wie singt jemand so schön? „Die Liebe, Liebe macht viel Spass, viel mehr Spass als irgendwas“. Ich könnt’s jetzt googeln, aber lass es mal so stehen.

Glück und Leid liegen oft ganz nahe beisammen, das ist mir heute bewusster denn je.

Im Gegensatz zu früher geht es jetzt aber nicht mehr darum, wie man eine Partnerschaft lebt, sondern wie man eine neue Liebe findet oder sich eben von der Liebe finden lässt. Oder keines von beidem; oder alles miteinander. „Es chrüsimüsi“, ein richtiges Durcheinander aus Wünschen, Sehnsüchten, Träumen und Hoffnungen.

Soviel kann ich euch schon verraten… es gestaltet sich schwierig. Im Allgemeinen und in der aktuellen Zeit ganz besonders. Es ist aber auch schön und lustig. Sogar komisch, manchmal sogar tragisch-komisch. Und schräg. Aber egal, wie die Geschichten enden – am Ende sind es Geschichten, die man für sich behalten oder weitererzählen kann. 

Ich habe mich entschieden, meinem Blog zu reaktivieren und ihm neues Leben einzuhauchen. Es sind Geschichten über eine Frau in den Vierzigern, die sich aufmacht, um nochmals ihr Glück zu finden. Es ist unter anderem eine Reise in eine Welt voller Verheissungen…Schmetterlinge im Bauch…alles ist möglich oder nichts. Rien ne va plus.

Willkommen beim Onlinedating. Tinder, oh Tinder oder anders formuliert: wenn die Ironie des Lebens mit einem zwinkernden Auge laut „Hallo“ sagt. 

Stay tuned.

Verfasst von

Ich stehe mitten im Leben und schreibe darüber. Über das Leben mit all seinen Facetten. Mal bunt, mal düster, mal witzig, mal ernst. So, wie das Leben eben ist. Immer in Bewegung. Sowohl privat (Mutter von drei Kindern 9, 10 & 12 Jahre alt) als auch beruflich interessiere ich mich für Psychologie - ich bin diplomierte Einzel-, Paar- und Familienberaterin. Schreiben ist nicht einfach ein Hobby - es ist Leidenschaft.

4 Kommentare zu „Von Tinder oder der Ironie des Schickals

  1. Salü Franziska,
    Kürzlich ist mir in den Sinn gekommen, dass Du schon lange nicht mehr gebloggt hast.
    Soweit ich mich erinnern mag, hast Du einmal folgdender Satz über deine Eltern geschrieben:
    „Sie können nicht mitannder leben und auch nicht jeder für sich alleine.“ (Oder sowas).
    Ich fand ihn so gut, sodass ich ihn bis heute nicht vergessen habe.
    Ich nehme an, dass deine Tochter schwer krank war
    Meine Sohn war vor 31 Jahren, als er sieben Jahre alt war, schwer krank.
    Heute ist er verheiratet und hat zwei Kinder.
    Tschüss.

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  2. Lieber Matthias, danke für deine lieben Worte. Ja, meine Tochter war für ein Jahr lang sehr krank. Hat es aber gut überstanden, wofür ich unglaublich dankbar bin. Du scheinst ein sehr aufmerksamer Leser zu sein. Dafür ganz herzlichen Dank, das berührt mich sehr. Schön, wenn am Ende alles Gut wird! Alles Liebe, Franziska

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