Warum in die Ferne schweifen…

Das leere Word Dokument lacht mich an. Mitten ins Gesicht. Endlich kann ich wieder in die Tasten hauen. Obwohl die Ferien noch nicht vorbei sind, juckt es mich derart in den Fingerspitzen, dass ich es nicht lassen kann. In diesen drei Wochen selbstauferlegter Schreibabstinenz habe ich gemerkt, wie gerne ich schreibe. Wenn ich es nicht tue, dann fehlt mir richtiggehend etwas. Und darum melde ich mich zwei Wochen früher als geplant zurück auf meinem Blog. Fertig Schreibpause.

Apropos Planung. Nein, das Leben läuft nicht immer nach Plan. Gerade in diesen Sommerferien kann ich ein Liedlein davon singen. Zuerst wird unsere kleine Katze krank und wir können erst zwei Tage verspätet in die Ferien reisen. Auch die organisierte Versorgung unserer Katzen klappte nicht so wie geplant.

Während der Ferien in Italien wurde dann auch noch eines der Kinder krank und so haben wir uns entschieden, die Heimreise drei Tage früher als geplant anzutreten.

Ciao, traumhaftes Rustico, hallo Stau vor dem Gotthard und dann – Home sweet Home.

Ist aber alles halb so schlimm. Denn wir leben schliesslich an einem wunderbaren Ort in einer wunderschönen Stadt in einem herrlichen Land, das gestern übrigens seinen 724. Geburtstag feierte.

Man kann alles planen, aber man muss immer damit rechnen, dass das Leben dazwischen spielt. Es kann vorkommen, dass man lediglich stolpert, manchmal jedoch auch hart auf die Schnauze fällt. Schön, wenn dann jemand da ist und einem aufhilft. Einem stützt, so dass man auf den Scherben nicht wieder hinfällt. Das wäre verheerend.

Wir wissen: „Gesundheit ist das Allerwichtigste“. Wir wissen es dann, wenn wir krank sind, wenn es uns schlecht geht. Oder unseren Liebsten. Doch im Strudel des Alltags rückt dieses Bewusstsein rasch wieder in den Hintergrund. Und das ist auch gut so.

Aber genau in solchen Momenten, wo einem wieder einmal bewusst wird, so richtig bewusst wird, wie kostbar das Leben ist, verschieben sich die Perspektiven. An den richtigen Platz. Geld, Job, Klamotten, Haus, Ferien, Auto – alles wird plötzlich nichtig und klein. Und nur das Wesentliche zählt.

In den letzten drei Wochen kam ich mehr als einmal mit Krankheit und Tod in Berührung. Das machte mich nachdenklich. Und gleichzeitig dankbar. Dankbar für das, was ich habe. Gesundheit, Familie, Freunde, Liebe, Heimat.

 

Mein Leben.

 

 

 

Verfasst von

Ich stehe mitten im Leben und schreibe darüber. Über das Leben mit all seinen Facetten. Mal bunt, mal düster, mal witzig, mal ernst. So, wie das Leben eben ist. Immer in Bewegung. Sowohl privat (Mutter von drei Kindern 9, 10 & 12 Jahre alt) als auch beruflich interessiere ich mich für Psychologie - ich bin diplomierte Einzel-, Paar- und Familienberaterin. Schreiben ist nicht einfach ein Hobby - es ist Leidenschaft.

4 Kommentare zu „Warum in die Ferne schweifen…

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