Fuck you 2017?

In meinem Kopf schwirren zur Zeit so viele Gedanken, dass ich kaum recht weiss, wie und womit ich beginnen soll. Mein letzter Artikel stammt noch aus dem vergangenen Jahr. Wie das klingt – das vergangene Jahr – als wäre es schon unendlich lange vorbei. Ein Jahr, in dem ich viele neue Erfahrungen machen durfte. Viele gewollt und sehr bereichernd, aber auch solche, auf die ich noch so gerne verzichtet hätte. Aber auf solche Wünsche nimmt das Leben in seiner unerbittlichen Vielfältigkeit keine Rücksicht. Das Leben in seiner reichen Fülle macht auch in diesem Jahr vor Unvorhergesehenem und bitteren Ereignissen nicht Halt. Schwere Schicksale von Menschen, die mir nahe stehen, lassen das neue Jahr in einem bitteren Licht erscheinen und machen vorerst mal wenig Hoffnung auf Besserung.

„Fuck you 2016“ war vergangenes Jahr, zumindest je näher das Ende desselben rückte, oft ein unvermeidlicher Gedankenblitz. Aber bei genauer Betrachtung ist 2016 einfach eine Zahl, die aus 4 Ziffern besteht. Im neuen Jahr hat sich also lediglich eine Ziffer verändert. So what? Das Leben schreitet unaufhaltsam voran, unabhängig davon, welches Jahr geschrieben wird.

Manchmal betreffen einem Schicksalsschläge direkt, dann wieder wird man nur gestreift. Manchmal sind sie stark, so dass sie einem schlicht umhauen. dann aber wieder sind sie nur ganz leicht zu spüren, wie ein leichter Windhauch an einem lauen Sommerabend. Sie hinterlassen ihre Spuren in uns, machen uns zu dem, was wir sind. Egal, wie heftig sie sind, eines haben sie gemeinsam – sie treffen uns immer dort, wo wir am verletzlichsten sind – mitten ins Herz.

Wenn man den vielen Berichten darüber glauben darf, bereuen Menschen, die auf dem Sterbebett liegen, oft nicht das, was sie getan haben, sondern die Dinge, die sie NICHT getan haben. Und so will auch ich meine kostbare Zeit nicht damit verbringen, allzu viel Trübsal zu blasen. Ich benutze in diesem Zusammenhang absichtlich nicht das Wort „vergeuden“. Denn sich über solche Themen Gedanken zu machen, ist keine vergeudete Zeit. Es ist ein Hinsehen und ein Akzeptieren, dass es im Leben Dinge gibt, auf die wir keinen Einfluss haben. Leben bedeutet immer auch kämpfen. Und stolpern. Aber auch aufstehen und vorwärtsgehen. Bewegung.

Jeder Tag ist eine weitere Chance, Dinge, die einem am Herzen liegen, anzupacken. Dies soll nicht bloss eine dahin gesagte Redewendung bleiben. Und wenn wir schon bei solchen Vorhaben oder meinetwegen auch Vorsätzen sind, dann ist das bestimmt ein guter. Einer, den man immer wieder umsetzen kann. Mit Herzblut oder auch weniger. Oder anders formuliert: Man muss ja nicht gleich ein ganzes Kapitel schreiben, manchmal genügt auch bloss ein Satz. Als Blogger gefällt mir dieser Vergleich ausserordentlich gut. Manchmal formt sich wie von Zauberhand ein Text, der Sinn ergibt. So wie dieser hier. Ein Anfang. Einer von vielen.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein spannendes, packendes und bewegendes neues Jahr. Wir hören uns. Und wir sehen uns – versprochen.

Eure Franziska

Verfasst von

Ich stehe mitten im Leben und schreibe darüber. Über das Leben mit all seinen Facetten. Mal bunt, mal düster, mal witzig, mal ernst. So, wie das Leben eben ist. Immer in Bewegung. Sowohl privat (Mutter von drei Kindern 9, 10 & 12 Jahre alt) als auch beruflich interessiere ich mich für Psychologie - ich bin diplomierte Einzel-, Paar- und Familienberaterin. Schreiben ist nicht einfach ein Hobby - es ist Leidenschaft.

4 Kommentare zu „Fuck you 2017?

  1. Ich wünsch dir auch ein gutes, schönes, fantastisches Jahr voller Worte, Gedanken und Widersprüche (die am Ende) Sinn ergeben und für dich fühlen lassen, wie der Puls der Zeit in einem neuen Jahr eine Liebevolle, fröhliche LebensMelodie an deine Sinne trägt…

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