Trick 77 – An Tagen wie diesen…

Kennt ihr sie auch? Die Tage an denen man nichts, aber auch gar nichts, auf die Reihe kriegt? Es sind die Tage, an denen man dem Zeitplan ständig ein oder mehrere Schritte hinterherhinkt? Aber vielleicht denkt man nur, dass man nichts auf die Reihe kriegt und die Realität ist eine komplett andere?

Heute ist so ein Tag. Alles, was ich mir vorgenommen habe, zu erledigen, steht noch immer unerledigt auf meiner To-Do-Liste. Wohlgemerkt auf meiner inneren To-Do-Liste. Die meiste Zeit meines Schaffens und Wirkens habe ich niemanden, der mir vorschreibt, was ich wann, wie oder wo zu tun oder zu lassen habe. Das ist einerseits ein echter Luxus, andererseits aber auch anstrengend, weil man sich ständig selber motivieren muss. Selber motivieren, selber motivieren, und meine Ansprüche an mich selbst sind nicht wirklich gering. Selber Schuld, bäh.

Vielleicht liegt’s einfach daran, dass ich die letzten Nächte nicht besonders gut geschlafen habe. Zudem bin ich wegen einer Nierenbecken-Entzündung auf Antibiotika inklusive Nebenwirkungen und fühle mich entsprechend ausgelaugt und schlapp. Mein Immunsystem ist grad auf einem absoluten Tiefpunkt.

Vielleicht ist auch die Jahreszeit schuld daran. Da erstarrt man ja beim blossen Blick zum Fenster raus schon fast zur Eissäule. Oder ist gar die westliche Konsumgesellschaft Schuld daran? Wer weiss.

Mal abgesehen von der Frage nach dem „Warum“ – solche Tage sind schlicht und ergreifend mühsam und das Schlimmste dabei ist, dass es mich irgendwann total blockiert. Ich studiere in solchen Situationen immer daran rum, was ich alles noch tun muss und werde dabei immer frustrierter, bis ich gar nicht mehr weiss, womit ich eigentlich anfangen soll. Grübeln ist in diesem Moment wirklich nicht förderlich. Es ist sogar regelrecht kontraproduktiv.

Das Gegenmittel

Und genau deshalb habe ich mir einen kleinen, aber sehr effektiven, Trick zurecht gelegt, der mich eigentlich meistens im Nu wieder geistig entspannen lässt. Ich schreibe mir auf, was ich bisher alles schon getan habe. Das Gefühl von nichts-auf-die-Reihe-bringen ist damit meistens schnell vom Tisch.

Heute sieht das in etwa so aus:

  • Frühstückstisch abgeräumt
  • Znüni für die Kinder vorbereitet
  • Arzttermine vereinbart
  • EC-Kartenantrag für meine Mutter erledigt
  • Geschirrspüler ausgeräumt und wieder eingeräumt
  • Grosses Badezimmer putzen
  • Duschen
  • Kleider der Jungs aussortieren
  • 2-Tages-Einkauf erledigt
  • Mittagessen für vier gekocht

Die Liste ist nicht mal vollständig, aber spätestens hier kann ich aufhören. Doch, etwas hab ich noch gemacht, etwas, das mir sehr am Herzen liegt – diesen Text geschrieben. Obwohl ich eigentlich erst morgen wieder bloggen wollte. Freude herrscht. Jetzt noch rasch ein schönes Bild suchen und dann los zu einem Konzeptmeeting mit einer Freundin. Ihr dürft gespannt sein.

Bildquelle: http://www.pixabay.com

 

 

 

 

 

Verfasst von

Ich stehe mitten im Leben und schreibe darüber. Über das Leben mit all seinen Facetten. Mal bunt, mal düster, mal witzig, mal ernst. So, wie das Leben eben ist. Immer in Bewegung. Sowohl privat (Mutter von drei Kindern 9, 10 & 12 Jahre alt) als auch beruflich interessiere ich mich für Psychologie - ich bin diplomierte Einzel-, Paar- und Familienberaterin. Schreiben ist nicht einfach ein Hobby - es ist Leidenschaft.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s