Gleichberechtigung: ein Dilemma

Gestern war Weltfrauentag. Jupiee! Da setz sogar ich ausnahmsweise ein Ausrufezeichen. Der internationale Weltfrauentag – ein Tag, um uns auf unsere Stärken zu besinnen. Ein Tag, um uns auf unsere Rechte zu besinnen.

Zumindest herrscht was diesen Tag anbelangt Gleichberechtigung, denn den Weltmännertag gibt es ja auch, und es wäre doch ziemlich unfair, wenn uns Frauen kein eigener Tag zustehen würde. Wenn doch alles so einfach wäre.

Doch schon heute geht das Leben wieder seinen gewohnten Gang. Oder etwa nicht? Der Weltfrauentag – ein Tag gegen den Alltag.

Wo um alles in der Welt liegen die Schwierigkeiten? Warum müssen Frauen derart für Gleichberechtigung kämpfen? Schliesslich schreiben wir das Jahr 2018 und zumindest in der westlichen Welt schaut es doch auf den ersten Blick so aus, als ob Männer und Frauen längst gleichberechtigt sind. Doch bei genauerer Betrachtung liegt auch hier noch zu viel im Argen.

Vielleicht liegt es daran, dass Frauen die Männer, welche die Welt über Jahrtausende dominiert haben, so langsam aber sich eingeholt haben, wenn nicht sogar überholt haben.

Männer sind vielfach getrieben von Leistungs- und Geltungsdrang. Immer höher, immer weiter und mit allen verfügbaren Mitteln. Sie strampeln sich ab, noch mehr Geld zu verdienen, kämpfen um Prestige, streben nach einem weiteren Karriereschritt.

In unserer westlichen Welt gibt es viele Frauen, die finanziell längst nicht mehr von ihren Männern abhängig sind. Das war bis vor nicht allzu langer Zeit noch ganz anders. Selbst um Kinder zu bekommen, brauchen Frauen keinen Mann mehr.

Vielleicht sind die beschriebenen Umstände mitunter ein Grund, warum wir trotz dieser Errungenschaften noch weit vom Ziel der Gleichberechtigung entfernt sind. Denn ich kann mir gut vorstellen, das diese Tatsachen vielen Männern Angst einjagt.

Meiner Ansicht nach deutet dieser Umstand genau auf ein Problem hin, das beide Geschlechter gleichermassen betrifft.

Diese Gegebenheiten der Geschlechterrolle führen zu einem Dilemma. Wohlweislich zu einem, das ein Mann nicht so leicht zugeben wird. Und trotzdem behaupte ich, ist dem so. Viele Männer fürchten sich vor starken Frauen. Und was tut Mann in so einer Situation? Er untdrückt die Frau. Schliesslich hat dieses Verhalten seit jeher funktioniert.

Die Geschichte hat uns gelehrt, dass dies mitunter unschön enden kann. Darum gilt, die Fehler der Geschichte zu vermeiden. Doch wie soll dies in der heutigen Zeit gelingen?

Bildquelle: http://www.pixabay.com

 

 

Verfasst von

Ich stehe mitten im Leben und schreibe darüber. Über das Leben mit all seinen Facetten. Mal bunt, mal düster, mal witzig, mal ernst. So, wie das Leben eben ist. Immer in Bewegung. Sowohl privat (Mutter von drei Kindern 9, 10 & 12 Jahre alt) als auch beruflich interessiere ich mich für Psychologie - ich bin diplomierte Einzel-, Paar- und Familienberaterin. Schreiben ist nicht einfach ein Hobby - es ist Leidenschaft.

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