Pubertät: eine haarige Angelegenheit

Die Pubertät, so sagt man, sei keine einfache Zeit im Leben. Die Hormone spielen verrückt und das geliebte Kind kann innert Kürze zu einem rebellierenden und anstrengenden Biest mutieren. Ich finde, bei meiner Tochter hält es sich in Grenzen. Das kann sich ändern, doch ich bin diesbezüglich guter Dinge.

Es liegt in der Natur der Sache, dass sich Töchter in diesem Alter über ihre Mütter nerven und oft auch umgekehrt. Ich habe nicht viel zu jammern und bin dafür wirklich sehr dankbar. Wenn da nur nicht die Sache mit den Haaren wäre.

Ab einem gewissen Alter verbringen Mädchen viel Zeit im Bad. Die Zeiten, als ich meine Tochter aufmuntern musste, zu duschen oder mal wieder die Haare zu waschen, gehören definitiv der Vergangenheit an.

Nein, an der Körperhygiene meiner Tochter habe ich wirklich nichts auszusetzen. Sie duscht regelmässig und riecht ganz wunderbar nach Kokosnuss, Vanille oder Pfirsich.

Vor allem die Pflege der Haare hat in der täglichen Routine meiner Tochter einen wichtigen Platz eingenommen. Und dies, entgegen meinen früheren Erwartungen, nicht nur zu meiner Freude. Die Hinterlassenschaft nach einem ausgiebigen Aufenthalt im Badezimmer hat mit Hygiene in der Tat wenig gemein. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass meine Tochter dichtes, langes und dunkelbraunes Haar hat. Die ganze Sache ist wirklich eine haarige Angelegenheit, und meine zwei Katzen sind im Vergleich dazu geradezu harmlos.

Seit der Pubertät, so macht es zur Zeit den Anschein, hat meine Tochter vergessen, dass sich herumliegende Dinge nicht von selbst aufräumen und dass sich Hygiene nicht nur auf die Pflege des eigenen Körpers bezieht.

Bemerkbar macht sich dieser Umstand im Bad an den Haaren im Lavabo, dunkel, lang und viele, und an den vertrockneten Zahnpastaresten. Apropos Reste – Essensreste werden auch sehr gerne liegen gelassen. Zwar nicht im Bad, aber gerne an anderen unmöglichen Orten in der Wohnung. Die Sofalehne könnte diesbezüglich ihre ganz eigene Geschichte erzählen.

Die Ameisen, angelockt durch einen halb fertig gelutschten Lollipop, fanden das auch schon ganz toll und haben sich um und im Schreibtisch meiner geliebten Tochter breit gemacht. Das ist wirklich nicht das, was man wünscht, wenn man von den Ferien nach Hause kommt. So schnell wurde ich selten in den Alltag zurückkatapultiert, das könnt ihr mir glauben.

Aber ich schweife ab. Zurück zu dem haarigen Albtraum, der sich mir und den restlichen Familienmitgliedern Tag für Tag im Lavabo präsentiert. Vielleicht neige ich dazu, zu übertreiben. Mütter haben bekanntermassen oft einen Hang zur Dramatik, wenn’s um den geliebten Nachwuchs geht. Aber es gibt nun mal Dinge, die möchte man vom vorherigen Badbenutzer nicht sehen – selbst dann nicht, wenn es sich um die Rückstände der eigenen Tochter handelt.

Das Gute an der Pubertät ist, dass sie irgendwann auch mal zu Ende geht.

Haare gut, alles gut.

Übrigens – falls ihr Fragen zu Abflussreiniger Produkten habt, scheut euch nicht, mich zu kontaktieren. Vielleicht kann man die sogar im Abo beziehen – es wäre eine Überlegung wert.

 

 

 

Verfasst von

Ich stehe mitten im Leben und schreibe darüber. Über das Leben mit all seinen Facetten. Mal bunt, mal düster, mal witzig, mal ernst. So, wie das Leben eben ist. Immer in Bewegung. Sowohl privat (Mutter von drei Kindern 9, 10 & 12 Jahre alt) als auch beruflich interessiere ich mich für Psychologie - ich bin diplomierte Einzel-, Paar- und Familienberaterin. Schreiben ist nicht einfach ein Hobby - es ist Leidenschaft.

2 Kommentare zu „Pubertät: eine haarige Angelegenheit

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