Liebe: Geteilte Freude ist doppelte Freude

Damit Liebe funktioniert, ist es nötig, das Positive über der 50-Prozent-Marke zu halten. Doch das ist einfacher gesagt, als getan, denn es bedingt, dass wir die andere kleinere Hälfte – sprich die Schwächen und Unzulänglichkeiten des Partners akzeptieren und lernen, damit zu leben.

Ich werde immer wieder mal gefragt, welche Kriterien eine gute Partnerschaft auszeichnen. Zuwendung, Unterstützung, Vertrauen, ein Wir-Gefühl sind Grundvoraussetzungen für eine gute Beziehung zwischen Liebenden. Es gibt aber auch andere Komponenten, die man sich ruhig wieder mal ins Bewusstsein rücken darf.

Gerade in langjährigen Beziehungen kann das Finden von Gemeinsamkeiten und das Intensivieren von positiven Erfahrungen dazu beitragen, dass die Beziehung regelrecht aufblüht.

Zu einer guten Partnerschaft gehört, dass man in schwierigen Zeiten vom Partner Trost und Unterstützung erwarten darf. Dass es mal nicht so reibungslos läuft, gehört zum Menschsein dazu. Wie schön ist es in solchen Momenten, wenn einem der Partner eine Schulter zum Anlehnen oder Weinen bietet. Eine Schulter, an der man sich in schlechten Zeiten auch wieder aufrichten kann. Geteiltes Leid ist halbes Leid, wie ein Sprichwort so schön sagt. Und es ist in der Tat wahr.

Noch wichtiger als die Bereitschaft in schlechten Zeiten das Leid zu teilen, ist jedoch etwas anderes: Das Teilen von schönen Ereignissen und von Erfolgen.

Es ist eine Beziehungsfähigkeit, wenn man die positiven Erlebnisse des Partners miterlebt und zu teilen vermag. So werden die Erlebnisse des Einzelnen nämlich zu positiven gemeinsamen Erfahrungen.

Wer sich ehrlich über die Erfolge des Anderen freuen kann und aktiv am Wohlergehen und Leben des Partners interessiert ist – etwa indem man nachfragt, Komplimente macht oder den Partner ermutigt und unterstützt – sind auf lange Sicht zufriedener mit ihrer Beziehung.

So wird aus geteilter Freude, doppelte Freude.

Bildquelle: http://www.pixabay.com

Quelle: Psychologie Heute, März 2016, Von nichts kommt nichts

 

 

Verfasst von

Ich stehe mitten im Leben und schreibe darüber. Über das Leben mit all seinen Facetten. Mal bunt, mal düster, mal witzig, mal ernst. So, wie das Leben eben ist. Immer in Bewegung. Sowohl privat (Mutter von drei Kindern 9, 10 & 12 Jahre alt) als auch beruflich interessiere ich mich für Psychologie - ich bin diplomierte Einzel-, Paar- und Familienberaterin. Schreiben ist nicht einfach ein Hobby - es ist Leidenschaft.

4 Kommentare zu „Liebe: Geteilte Freude ist doppelte Freude

  1. Stimme mit dir überein, ausser bei der Treue. Sie ist kein Garant für eine gute Beziehung, ausser die Partner legen Wert darauf. Treue hat in meinen Augen mehr mit Vereinbarungen und Regeln zu tun.

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