Der kleine Prinz – eine Geschichte über die Suche nach Freundschaft, Wärme und Geborgenheit

Heute so aktuell wie damals als die Geschichte mitten im 2. Weltkrieg veröffentlicht wurde…

Als ich ungefähr zehn Jahre alt war, hat meine Pflegemutter uns Kindern zum ersten Mal aus dem Buch „Der Kleine Prinz“ vorgelesen.

„Bitte … zeichne mir ein Schaf!“ Mit diesen Worten weckt der kleine Prinz den Piloten, der in der Wüste Sahara wegen einer Flugzeugpanne notlanden musste. Diese Worte sind der Beginn einer zarten Freundschaft zwischen dem Piloten und dem kleinen Prinzen, Bewohner eines anderen Planeten. Damals fand ich die Geschichte zwar nett und den kleinen Prinzen irgendwie ganz herzig, mehr aber auch nicht. Ich war noch zu jung, um die Geschichte zu verstehen.

Ein paar Jahre später habe ich die Geschichte des kleinen Prinzen dann aus eigenem Antrieb nochmals gelesen. Ich habe immer schon gerne und viel gelesen. Dieses Buch gehört zu den 20 meistgelesenen Büchern dieser Welt- und das zu Recht. Beim zweiten Anlauf habe ich den kleinen Prinzen sogleich in mein Herz geschlossen und nie mehr ganz losgelassen.

Als ich Mutter wurde, habe ich das Buch wieder in die Hand genommen und wollte meinen Kindern unbedingt daraus vorlesen. Doch meine Kinder sahen mich mit fragenden Augen an und fanden die Geschichte des kleinen Prinzen „totaaal langweilig“. Ich hätte es besser wissen müssen. Aber ein Versuch war’s auf jeden Fall wert.

So verschwand das Buch wieder für ein paar Jahre im Bücherregal. Bis zum heutigen Tag. Da ist es mir beim Abstauben des Regals wieder in die Hände gefallen.

Das Buch hat im Laufe der letzten Jahre zwar Staub angesetzt, nicht aber so dessen Inhalt.

Die Geschichte des kleinen Prinzen, der seinen Planeten mit den drei Vulkanen und der eitlen Rose verlässt und sich auf die Suche nach Wärme, Geborgenheit und einem Freund macht, scheint mir heute so aktuell wie damals, als Antoine de Saint-Exupéry dieses Märchen für Klein und Gross veröffentlichte – nämlich mitten im zweiten Weltkrieg.

Das Buch ist ein grossartiges Bekenntnis für mehr Menschlichkeit in einer Welt des Unfriedens. Gestern, im Hier und Jetzt und in Zukunft. Ein Buch, das man nur mit dem Herzen verstehen kann.

Ein kleiner Ausschnitt, der mir besonders gut gefällt (einer von ganz vielen)

Der kleine Prinz sagt: „Es ist verrückt, alle Rosen zu hassen, nur weil dich eine gestochen hat, oder auf alle Träume zu verzichten, nur weil sich einer nicht erfüllt hat.“

Ich wünsche allen einen möglichst entspannten Start in die neue Woche.

 

 

Verfasst von

Ich stehe mitten im Leben und schreibe darüber. Über das Leben mit all seinen Facetten. Mal bunt, mal düster, mal witzig, mal ernst. So, wie das Leben eben ist. Immer in Bewegung. Sowohl privat (Mutter von drei Kindern 9, 10 & 12 Jahre alt) als auch beruflich interessiere ich mich für Psychologie - ich bin diplomierte Einzel-, Paar- und Familienberaterin. Schreiben ist nicht einfach ein Hobby - es ist Leidenschaft.

5 Kommentare zu „Der kleine Prinz – eine Geschichte über die Suche nach Freundschaft, Wärme und Geborgenheit

  1. Mein absolutes Lieblingsbuch…mit meinem Lieblingszitat. Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. Mein Buch ist von 1954. Ich habe es als Kind im Sperrmüll gefunden und hüte es seitdem wie einen Schatz. Immer wieder schön und auch traurig. Ich gebe zu, dass ich immer noch an der gleichen Stelle anfange zu schluchzen, egal wie oft ich es nun schon gelesen habe:-)

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