Von Männern und Frauen…

Vor Kurzem habe ich irgendwo einen Artikel gelesen, in dem es um den Unterschied zwischen Mann und Frau ging. Oder die Unterschiede – ganz klar Mehrzahl. Verzeihung. Denkst Du gerade: „Langweilig?“ Von wegen…

Ein Satz hat sich mir besonders stark eingeprägt. Der ungefähre Wortlaut war: Männer sind von Natur aus darauf versessen, ihren Samen möglichst vielen Frauen weiter zu geben, und wir Frauen haben die Aufgabe, diese Idiotie zu verhindern.

Für mich ist das eine grossartige Aussage. Zeigt sie doch deutlich, dass uns der Liebe Gott nicht gleich geschaffen hat. Und das aus gutem Grund.

Gleichberechtigung in Ehren, aber es gibt da nun mal so einige Unterschiede, die schwer zu ignorieren sind.

In der Regel sind die optischen Unterschiede offensichtlich. Männer sind oft grösser, muskulöser und kräftiger gebaut. Häufig sind stärker behaart – im Gesicht, an Armen und Beinen, auf der Brust und manchmal leider auch am Rücken und dem Allerwertesten. Männer haben einen Penis und zwei Hoden.

Männer gelten als zielstrebiger, verzetteln sich weniger. Sie diskutieren gerne, aber lieber etwas mehr an der Oberfläche. Und falls möglich, vermeiden sie es, über dasselbe Problem mehr als einmal zu sprechen. Wenn sie eine Erkältung bekommen, sind sie sterbenskrank und müssen sich zwecks Genesung mehrere Tage ins Bett legen. Männer reden lieber mit Männern. Und zwar bevorzugt über Arbeit, Autos, Technik, Computer und Sport.

Das ist sogar bei kleinen Jungs schon so. Sie mögen Fussball, Autos und vergöttern ihre Superhelden.

Männer können angeblich nicht treu sein. Sagt man. Frauen übrigens auch nicht. Sag’ ich. Es ist halt auch verdammt schwierig, den wertvollen Samen nur einer Einzigen zu schenken, wo doch die Natur (ursprünglich) zwecks Arterhaltung ganz Anderes für die Herren der Schöpfung vorgesehen hat.

Und wir Frauen?

Wir sind oft zierlicher und kleiner als die Männer. Wir schminken uns. Wir haben zwei Brüste und eine Vagina. Und wir haben eine Taille, die unserem Körper eine weiche, feminine Form verleiht. Oft tragen wir die Haare lang. Und die ganze restliche Behaarung wird in der Regel mittels einer äusserst schmerzhaften Prozedur ganz entfernt oder auf ein Minimum reduziert.

Klischee hin, Klischee her. Frauen reden gerne und oft. Ein Mann ein Wort – eine Frau ein Wörterbuch. Wir interessieren uns für Themen wie Lifestyle, Gesundheit und Mode. Und wir können stundenlang über Gefühle sprechen. Gefühle, Gefühle, Gefühle. Was für ein schönes Wort. Bevor wir ein Problem angehen, diskutieren wir zuerst einmal mit einer Freundin darüber. Dann nochmals mit einer anderen Freundin. Und wir lästern – nicht immer, aber es kommt vor. Eine Eigenschaft, die ich von Männern eher selten bis gar nicht kenne.

Habe ich nicht etwas vergessen? Frauen lieben es, einzukaufen. Ich liebe es, einzukaufen – shopping à gogo.

Und unser Bauch verfügt über die erstaunliche Fähigkeit, auf die Grösse eines überdimensionalen Kürbisses heranzuwachsen. Um dann neun Monate unter unvorstellbaren Schmerzen später ein (viel zu grosses) Kind aus unserer (viel zu kleinen) Vagina heraus zu pressen.

Männer und Frauen. Beide sind wunderbar. Manchmal dünkt mich jedoch, als käme das andere Geschlecht von einem fremden Stern. Ich denke, da ergeht es den Männern nicht viel anders. Oder doch?

Wir sind zwar ein und dieselbe Spezies, doch manchmal reden wir einfach nicht die gleiche Sprache. Beide Geschlechter sind sowohl stark als auch schwach. Gerade das führt in meinen Augen dazu, dass man sich gegenseitig unterstützen und ergänzen kann.

Ich muss die Männer nicht immer verstehen. Sonst bräuchte ich ja keine Freundinnen. Und das fände ich ganz schön öde und langweilig.

Männer sind Jäger und Frauen sind Sammlerinnen. Eine Tatsache, welche die menschliche Evolution bis heute (noch) nicht hat ändern können.

Ich kann damit sehr gut leben. Und ihr?

Verfasst von

Ich stehe mitten im Leben und schreibe darüber. Über das Leben mit all seinen Facetten. Mal bunt, mal düster, mal witzig, mal ernst. So, wie das Leben eben ist. Immer in Bewegung. Sowohl privat (Mutter von drei Kindern 9, 10 & 12 Jahre alt) als auch beruflich interessiere ich mich für Psychologie - ich bin diplomierte Einzel-, Paar- und Familienberaterin. Schreiben ist nicht einfach ein Hobby - es ist Leidenschaft.

4 Kommentare zu „Von Männern und Frauen…

  1. Super Text! Endlich mal eine Frau, die denkt und handelt wie die moderne Frau sein sollte. Stark, trotzdem zierlich und Frau! Nicht schwach oder unterwürfig… So sollte Emanzipation realisiert werden! Danke…

    Gefällt 1 Person

  2. Lächel – wenn ich deinen Text lese, komme ich nicht umhin zu verstehen, warum ich mit Frauen nicht klar komme.
    Ganz offensichtlich hat mich der liebe Gott zwar mit Körper und Seele einer Frau ausgestattet – mir aber das Hirn eines Mannes geschenkt.
    Ich hasse „typische Frauenthemen“ und ebenso das Lästern und das shoppen und die anderen Dinge, die Du erwähnst.

    Stattdessen liebe ich Autos und die absolute Geradlinigkeit der Männer.
    Ich komme wesentlich besser klar mit dem ehrlichen „Du Depp“ eines Mannes, als mit irgendwelchem Vornerum-Gesäusel irgendeiner Frau und ihrem Hintenrum-Gehetze bei anderen.

    Dafür hat mein Ehemann in einigen Punkten sehr weibliche Züge – vielleicht liegt das an seiner Hormon-Thematik; vielleicht auch in seinem Wesen.

    Jedenfalls sind wir in vielem wie Tag und Nacht.

    Aber gerade das ist es, das uns als Paar ausmacht; was uns so gut macht; so stark.
    Weil wir anerkennen können – beide – dass der andere Stärken und Schwächen hat.
    Und dass sich diese meist in Plus und Minus gegenüber stehen.
    So können wir uns wunderbar ergänzen und uns andere Welten eröffnen, wenn wir nicht den Fehler machen – wie andere Paare oft – uns unsere Schwächen vorzuwerfen.

    Treue gibt es meiner Meinung bei beiden Geschlechtern durchaus.
    Da ich inzwischen beide Seiten an mir selbst erlebt habe – sowohl den exzessiven Sexhunger, als auch völlige intime Stille – habe ich inzwischen verstanden, dass der Konsum einer nicht enden wollenden Anzahl von Sexpartnern nichts ist, als Suche.
    Und dass die Menschen einfach nicht in der Lage sind zu fühlen, dass das Ziel ihrer Suche ausschließlich in ihnen selbst zu finden ist.

    Am Anfang steht das Fühlen.
    Dann das sich selbst lieben.
    Und am Ende braucht man all diesen Sex und die Kicks nicht mehr, da die Entspannung in der Seele liegt.
    Liebe Grüße, Floh

    Gefällt 1 Person

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