Haustiere: alles für die Katz

Katzen sind wunderbar. Sanft und geheimnissvoll. Und ziemlich nervig. Überwiegend früh morgens. Darum möchte ich euch diese kleine Anekdote aus unserem Alltag mit Katzen nicht vorenthalten. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese Situation dem einen oder anderen Katzenbesitzer nicht fremd ist.

Tatort Schlafzimmer, immer mal wieder

05:43 Uhr:

Lautes Miauen dringt an mein Ohr. Schlaftrunken ziehe ich die Bettdecke über den Kopf und versuche, das Ganze zu ignorieren. Schliesslich habe ich noch eine halbe Stunde Zeit, bis mein Wecker klingelt.

05:46 Uhr:

Das Miauen wird lauter, ohrenbetäubend. Unser Kater will gefüttert werden. Schliesslich war er, im Gegensatz zu mir, die ganze Nacht unterwegs. Ebenfalls im Gegensatz zu mir, ist er im besten Alter. Ich hingegen brauche meinen Schönheitsschlaf.

Dabei sind Katzen wahre Weltmeister, wenn’s ums Schlafen geht. Leider nur, wenn es ihren eigenen Schlaf betrifft. Nichts kann sie aus der Ruhe bringen – dafür beneide ich sie schon manchmal.

Ich versuche also, ihn zu ignorieren. Was sich als schwierig herausstellt.

05:50 Uhr:

Das Miauen wandelt sich in Wehklagen. Jetzt ist es direkt neben meinem Ohr. Die Katze auch. Man könnte Mitleid entwickeln, doch ich weiss, in der Küche gibt es einen Napf gefüllt mit Trockenfutter. Dieser aber mundet unserem verwöhnten Kater nicht und drum ignoriert er dieses Futter konsequent.

Ich versuche vergebens, ihn und sein Wehklagen zu ignorieren. Schliesslich kann Kater Yoshi nicht verhungern, definitiv nicht. Er beurteilt diese Tatsache offensichtlich anders.

Wäre er keine Katze sondern ein Mensch, würde ich mich auf der Stelle von ihm trennen.

Ich liebe meinen Kater über alles, doch gerade jetzt könnt’ ich ihn auf den Mond schiessen. One way, versteht sich.

05:53 Uhr:

Ich quäle mich aus dem warmen Bett und laufe Richtung Küche. Kater Yoshi rennt wie ein Irrer an mir vorbei. „Jetzt hab ich dich, du Dödel“, denke ich, kehr’ um und schliesse rasch die Türe des Schafzimmers zu.

Mir bleiben noch fünfzehn Minuten, bis zum Klingeln des Weckers. Wenn ich noch zweimal die Snooze-Taste betätige, komme ich gut und gerne auf weitere dreissig Minuten im gemütlich-warmen Bett.

Ein guter Plan.

Natürlich habe ich die Rechnung ohne die Katz gemacht, denn man kann auch eine geschlossene Zimmertür in Grund und Boden miauen.

05:59 Uhr:

Und der Gewinner ist? Dreimal dürft ihr raten…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verfasst von

Ich stehe mitten im Leben und schreibe darüber. Über das Leben mit all seinen Facetten. Mal bunt, mal düster, mal witzig, mal ernst. So, wie das Leben eben ist. Immer in Bewegung. Sowohl privat (Mutter von drei Kindern 9, 10 & 12 Jahre alt) als auch beruflich interessiere ich mich für Psychologie - ich bin diplomierte Einzel-, Paar- und Familienberaterin. Schreiben ist nicht einfach ein Hobby - es ist Leidenschaft.

6 Kommentare zu „Haustiere: alles für die Katz

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