Vergleichen – Spieglein, Spieglein an der Wand

Viele Frauen sind im Stress. Im Stress mit ihrem Aussehen. Bin ich zu dick? Bin ich zu dünn? Bin ich so attraktiv und hübsch wie meine Freundin? Dieses ständige Vergleichen ist anstrengend und kann auf Dauer extrem frustrierend sein. Vor allem dann, wenn man im Vergleich mit den anderen schlechter abschneidet. Kein Wunder also, dass die böse Stiefmutter von Schneewittchen derart ausgerastet ist.

Frauen vergleichen sich. Das beginnt schon sehr früh. Bereits 8-jährige Kinder vergleichen sich mit anderen. Und zu vergleichen, gibt es genug – Freunde, Kollegen, Sportler, Models, Popstars oder Youtuber.

Männer vergleichen sich auch mit anderen. Aber anders. Das hat eine Studie an der Australian Catholic University gezeigt. Dazu wurden acht- bis zehnjährige Mädchen und Jungen allein und in der Gruppe befragt.Wenn Jungs sich vergleichen, geht es oft um sportliche Leistungen und nicht um Äusserlichkeiten. Wenn jemand besser oder erfolgreicher ist, schüchtert sie das kaum ein. Viel eher motiviert es sie. Jungen identifizieren sich mit den Sportlern und es fordert sie heraus – sie wollen nämlich eines schönen Tages in deren Fussstapfen treten.

Wenn Mädchen sich vergleichen, dann bewerten sie vor allem ihr Aussehen und das von Freundinnen. Einem Star nacheifern? Sich mit dem Star messen wollen? Nein, das wollen die Mädchen nicht. Und warum?

Sie wollen sich nicht mit ihren Stars messen, weil sie nicht so aussehen können. Im Gegensatz zu den Jungs sehen sie vor allem die Kluft zwischen sich und dem vermeintlich perfekten Star.

Ich finde die Antwort, welche diese Studie zutage gebracht hat, ernüchternd. Und doch zeigt sie exakt das Problem von vielen Frauen. Frauen trauen sich generell zu wenig zu.

Vielleicht liegt darin einer der Gründe, warum der Anteil von Frauen in Führungspersonen nach wie vor so gering ist.

Was denkt ihr zu diesen Unterschieden zwischen Jungen und Mädchen?

Quelle: PSYCHOLOGIE HEUTE, März 2016

 

 

 

Verfasst von

Ich stehe mitten im Leben und schreibe darüber. Über das Leben mit all seinen Facetten. Mal bunt, mal düster, mal witzig, mal ernst. So, wie das Leben eben ist. Immer in Bewegung. Sowohl privat (Mutter von drei Kindern 9, 10 & 12 Jahre alt) als auch beruflich interessiere ich mich für Psychologie - ich bin diplomierte Einzel-, Paar- und Familienberaterin. Schreiben ist nicht einfach ein Hobby - es ist Leidenschaft.

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