Beziehungen – wenn es zu spät ist…

Viele Paare reden zu wenig miteinander. Und im Laufe der Jahre entwickelt man sich auseinander, weil kein Austausch mehr stattfindet. Ein Austausch, der notwendig ist. Gerade bei einer Familie ist die Kommunikation zwischen einem Paar sehr wichtig. Denn ohne sie, wird die Familie zu einem starren System, in dem jeder seiner Arbeit und seinen Interessen nachgeht.

Die Frau ist oft zuständig für die Kinder und den Haushalt, während der Mann für den Lebensunterhalt sorgt. Gerade bei der Geburt der Kinder schleichen sich solche, oft unausgesprochenen, Abmachungen ein. Die Erfahrung zeigt, dass diese eingeschlichenen Abmachungen nicht so ohne weiteres rückgängig gemacht werden können. Viele Paare sind sich dessen nicht einmal bewusst.

Wenn aus dem Paar Familie wird, ist so eine Regelung anfangs wirtschaftlich vielleicht durchaus sinnvoll, doch oft, gerade wenn die Kinder grösser sind, kann sie sich ins Gegenteil verwandeln und destruktiv werden.

Die Macht der Gewohnheit. Insgeheim hegen beide Partner oft den Wunsch, dass sich der Andere doch bitte endlich verändern möge. Sie hoffen so lange, bis es zu spät ist und die Beziehung nicht mehr gerettet werden kann.

Veränderung hat immer einen Preis. Und jede Veränderung muss irgendwann einen Anfang haben. Nicht irgendwo, sondern bei einem selbst.

Sonst kann es passieren, dass man vergisst, miteinander zu reden und einander zuzuhören. Bis es dann eines Tages zu spät ist.

Was sind eure Erfahrungen zu diesem Thema?

 

 

 

Verfasst von

Ich stehe mitten im Leben und schreibe darüber. Über das Leben mit all seinen Facetten. Mal bunt, mal düster, mal witzig, mal ernst. So, wie das Leben eben ist. Immer in Bewegung. Sowohl privat (Mutter von drei Kindern 9, 10 & 12 Jahre alt) als auch beruflich interessiere ich mich für Psychologie - ich bin diplomierte Einzel-, Paar- und Familienberaterin. Schreiben ist nicht einfach ein Hobby - es ist Leidenschaft.

3 Kommentare zu „Beziehungen – wenn es zu spät ist…

  1. Manche Menschen sollten mehr miteinander reden, stimmt. Aber gilt nicht auch das Gegenteil?
    Gibt es auch ein zu viel an Kommunikation: Das Bedürfnis, ständig alles verbalisieren zu Müssen und selbst Kleinigkeiten stundenlang zu diskutieren? Braucht eine Beziehung nicht auch für jeden der Beiden einen exklusiven Privatbereich?

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  2. Wir treffen uns seit vielleicht 3 Jahren am Montagabend zu „Zwiegesprächen“. Dabei spricht jeder 20 (oder 15) Minuten über sich und sein Befinden, insb. in der Beziehung, während der andere „nur“ zuhört, nicht kommentiert, nicht wertet, Verständnisfragen werden erst nach der Redezeit gestellt. Uns hilft das sehr, miteinander in einem inneren Kontakt zu bleiben. Ich bin auch ein bisschen stolz darauf dass wir es durchziehen.

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